Steuern im laufenden Projekt

Projektsteuerung
für Industrieprojekte

Ein Plan hält selten bis zum Schluss. Projektsteuerung ist die Arbeit danach: messen, was passiert ist, bewerten, ob es den Endtermin kostet, und an der richtigen Stellschraube nachziehen. Linetrack ist die Software für die Projektsteuerung, in der Termine und Kapazitäten aller Projekte zusammenlaufen – damit jeder Eingriff vorher durchgerechnet ist.
  • Ist-Stand aus den Abteilungen
  • Varianten vor der Entscheidung
  • Alle Projekte in einer Datenbasis
Linetrack Software für die Projektsteuerung laufender Industrieprojekte

Kurzfassung

Projektsteuerung ist der Teil des Projektmanagements, der einen laufenden Plan gültig hält: Ist-Stand messen, Abweichungen bewerten und an Termin, Kapazität, Umfang oder Reihenfolge nachziehen. Software für die Projektsteuerung muss dafür Termine und Kapazitäten aller Projekte in einer Datenbasis führen, sonst wird jeder Eingriff zum Blindflug. Linetrack rechnet jede Variante vor der Entscheidung durch – im Einsatz unter anderem bei Stadler Rail und Schnaithmann Maschinenbau.

StadlerSTOLLSchnaithmannMSGLANG TECHNIKInVENTerKSKSCHIRMACHERVOWEMAKrüger & SaleckerBAVIUSSAMALPHA PLANSCHAUENBURGGRÜBL Automatisierungstechnik GmbHbpmHywaxPGA AnlagenbauKSK AutomationProla Automation
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1512

parallel gesteuerte
Industrieprojekte

270+

parallele Projekte
beim größten Kunden

59 %

nannten manuelle Statusabfragen
als Ausgangsproblem

10 AT

vom Kick-off
bis zum Go-Live

Alle Kennzahlen auf dieser Seite stammen aus einer Vollerhebung aller produktiven Linetrack-Implementierungen, Stand August 2026. Bei den Ausgangsproblemen sind Mehrfachnennungen möglich.

Definition

Was ist Projektsteuerung? Definition und Aufgaben

Projektsteuerung ist der eingreifende Teil des Projektmanagements. Sie beginnt, wenn der Plan steht und die Ausführung läuft, und hat eine Aufgabe: dafür sorgen, dass der Plan gültig bleibt, obwohl die Wirklichkeit von ihm abweicht. Gemessen wird der Ist-Stand je Vorgang, bewertet wird die Differenz zum Plan, eingegriffen wird erst, wenn sich der Vorgang nicht mehr von selbst einfängt.

Die fünf Aufgaben der Projektsteuerung

  1. Ist-Stand erfassenFortschritt, gebuchte Stunden und echte Termine je Vorgang
  2. Abweichung bewertengegen Puffer, Trend und nachgelagerte Vorgänge
  3. Varianten durchrechnenwas jeder Eingriff für die übrigen Projekte bedeutet
  4. Entscheidendurch die Rolle, die für die betroffene Vorgabe zuständig ist
  5. Zurück in den Plandie Entscheidung ändert Termine und Kapazitäten, nicht nur das Protokoll

Fehlt einer dieser Schritte, entsteht entweder Aktionismus auf Verdacht oder ein Bericht, aus dem nichts folgt. Wie Planung und Steuerung als Regelkreis zusammenhängen, steht unter Projektplanung und Steuerung; woher die Istwerte kommen, beschreibt der Soll-Ist-Vergleich.

Herausforderungen

Warum Projektsteuerung in Industrieprojekten zu spät kommt

In der Industrie scheitert Projektsteuerung selten am Willen, sondern an der Datenlage. Vier Muster, die bei Linetrack-Kunden vor der Einführung immer wieder auftauchen:

Der Stand kommt aus der Statusrunde

Der Projektleiter fragt ab, sammelt ein und tippt nach. Bis die Abweichung im Plan steht, ist sie eine Woche alt. 59 % der Linetrack-Kunden nannten genau diese manuellen Statusabfragen als Ausgangsproblem.

Pattern für Problem-Cards.

Termine und Kapazitäten liegen in verschiedenen Dateien

Der Terminplan steckt in MS Project, die Auslastung in Excel. Wer einen Vorgang verlängert, sieht nicht, welche Abteilung dadurch im nächsten Monat überläuft.

Pattern für Problem-Cards.

Jeder Eingriff trifft ein anderes Projekt

Konstrukteure, Elektroplaner und Monteure arbeiten an mehreren Projekten gleichzeitig. Stunden, die hier aufgestockt werden, fehlen dort – und das fällt erst auf, wenn dort der Termin wackelt.

Pattern für Problem-Cards.

Entschieden wird im Protokoll, nicht im Plan

Die Besprechung beschließt eine Umstellung, der Plan bleibt, wie er war. Beim nächsten Stichtag wird dieselbe Abweichung noch einmal diskutiert.

Pattern für Problem-Cards.

Steuergrößen

Welche Steuergrößen ein laufendes Projekt hat

Gemessen wird vieles, verstellen lässt sich wenig. Ein laufender Vorgang hat vier Größen, an denen gedreht werden kann – und jede davon wird von einem anderen Teil des Projekts bezahlt.

Fertigstellungsgrad, Restaufwand und Termintreue sind dagegen Messgrößen: Sie zeigen den Zustand, lassen sich aber nicht direkt ändern. Wer den Fertigstellungsgrad zu steuern versucht, korrigiert die Anzeige statt der Ursache.

  1. Termin. Start, Ende und Dauer eines Vorgangs. Die Dauer zu verlängern ist der direkteste Eingriff – und der, der am schnellsten den Puffer der nachgelagerten Vorgänge aufzehrt.
  2. Kapazität. Die Stunden, die eine Abteilung dem Vorgang zuteilt. Aufstocken hilft nur, wenn die Stunden anderswo frei sind – deshalb ist Ressourcen- und Kapazitätsplanung über alle Projekte die Voraussetzung für diesen Hebel.
  3. Umfang. Was tatsächlich gebaut, geliefert oder abgenommen wird. Die einzige Steuergröße, die nicht intern verhandelt werden kann, weil sie die Zusage an den Kunden berührt.
  4. Reihenfolge. Welche Vorgänge in welcher Anordnung laufen. Ein Tausch kostet keine Stunde, verlangt aber, dass die Anordnungsbeziehungen es hergeben.

Entscheidungsschwelle

Ab welcher Abweichung eingegriffen wird

Nicht jede Verzögerung ist ein Steuerungsfall. Ein Vorgang, der zwei Tage hinterherhängt und drei Tage Puffer hat, holt das häufig selbst wieder auf; wer dort eingreift, verbraucht Kapazität für ein Problem, das keines war. Wer zu spät eingreift, bezahlt mit dem Endtermin. Die Schwelle dazwischen ist kein Prozentwert, sondern eine Kombination aus drei Kriterien.

Steuerungseingriff im Verlauf

Ein Beispielverlauf über sieben Stichtage: ein Vorgang mit drei Arbeitstagen Puffer läuft aus dem Plan. Die Säulen zeigen die Abweichung gegenüber dem Plan in Arbeitstagen.

Abweichung im KorridorPuffer aufgebraucht oder überschrittenPuffer des Vorgangs: 3 Arbeitstage
  1. KW 12: Abweichung 0 Arbeitstage gegenüber dem Plan, Puffer 3 Arbeitstage – Vorgang im Plan.
  2. KW 13: Abweichung 1 Arbeitstage gegenüber dem Plan, Puffer 3 Arbeitstage – erste Abweichung, wird beobachtet.
  3. KW 14: Abweichung 2 Arbeitstage gegenüber dem Plan, Puffer 3 Arbeitstage – zweiter Stichtag in dieselbe Richtung, der Trend ist belastbar.
  4. KW 15: Abweichung 3 Arbeitstage gegenüber dem Plan, Puffer 3 Arbeitstage – Puffer aufgebraucht.
  5. EingriffKW 16: Abweichung 5 Arbeitstage gegenüber dem Plan, Puffer 3 Arbeitstage – nachgelagerter Vorgang berührt, Eingriff entschieden.
  6. KW 17: Abweichung 3 Arbeitstage gegenüber dem Plan, Puffer 3 Arbeitstage – Wirkung des Eingriffs.
  7. KW 18: Abweichung 1 Arbeitstage gegenüber dem Plan, Puffer 3 Arbeitstage – wieder im Korridor.

Der Eingriff fällt in KW 16, nicht in KW 18. Sichtbar ist die Abweichung ab KW 13, belastbar in KW 14, entschieden in KW 16, weil der Puffer aufgebraucht ist und der nachgelagerte Vorgang berührt wird. Dort wird Kapazität aufgestockt – zwei Stichtage später liegt der Vorgang wieder im Korridor. Die Zahlen sind ein Modellverlauf zur Veranschaulichung der Regel, keine erhobene Kennzahl.

  1. Puffer. Solange die Abweichung kleiner ist als die Reserve des Vorgangs, bleibt sie im Korridor und wird beobachtet, nicht behandelt.
  2. Trend. Belastbar wird eine Abweichung erst, wenn zwei aufeinanderfolgende Stichtage in dieselbe Richtung zeigen.
  3. Berührung. Sobald eine Abweichung einen Meilenstein oder einen nachgelagerten Vorgang erreicht, wird sofort entschieden – unabhängig von Puffer und Trend.

Wie viel Puffer ein Vorgang hat und ob er auf dem kritischen Pfad liegt, zeigt das Gantt-Diagramm.

Damit der Trend messbar ist, braucht es feste Stichtage. Ein Stand, der einmal am Montag und das nächste Mal am Donnerstag zusammengetragen wird, erzeugt eine Kurve aus Erhebungsunterschieden statt aus Projektrealität.

Eingriffe

Welche Eingriffe zur Verfügung stehen

Fünf Eingriffe decken das Repertoire ab. Interessant ist die dritte Spalte: Jeder Eingriff bezahlt mit einer anderen Größe, und welche das ist, entscheidet, ob er in der Situation tragbar ist.

Alle fünf Eingriffe wirken über das eigene Projekt hinaus, sobald sich Abteilungen mehrere Projekte teilen. Was ein Eingriff für die übrigen Projekte bedeutet, beschreibt Multiprojektmanagement.

EingriffWann er passtWas er verbraucht
Vorgang verlängernDie Abweichung ist klein und betrifft vorerst nur den eigenen Vorgang.Puffer der nachgelagerten Vorgänge. Der billigste Eingriff, solange Reserve da ist – und der teuerste, sobald sie aufgebraucht ist.
Kapazität aufstocken oder umschichtenDer Aufwand war richtig geschätzt, es fehlen schlicht Stunden.Freie Kapazität einer Abteilung, die damit einem anderen Projekt fehlt. Ohne projektübergreifende Sicht ein Blindflug.
Arbeitspaket fremdvergebenIntern ist über Wochen keine Kapazität frei, der Umfang ist sauber abgrenzbar.Budget und Koordination. Ein fremdvergebener Vorgang braucht Übergabe, Abnahme und einen Rückmeldeweg.
Reihenfolge tauschenEin anderer Vorgang ist vorziehbar und die Anordnungsbeziehungen geben es her.Reihenfolgestabilität. Jede Umstellung ändert die Annahmen, auf denen nachgelagerte Abteilungen geplant haben.
Umfang kürzen oder Projekt zurückstellenDie anderen Hebel sind ausgereizt, mehrere Projekte konkurrieren um dieselbe Abteilung.Die Zusage an den Kunden oder den Termin eines anderen Projekts. Gehört in die Geschäftsführung.

Anforderungen

Was Software für die Projektsteuerung können muss

Ein Projektsteuerung-Tool, das nur Balken und Ampeln zeigt, hilft bei der Entscheidung nicht. Für Industrieprojekte mit geteilten Abteilungen sind sechs Anforderungen entscheidend.

Fehlt die dritte oder vierte, bleibt jede Steuerung eine Schätzung. Linetrack erfüllt alle sechs in einem System.

  1. Ist-Stand ohne Statusabfrage: Fortschritt kommt von denen, die die Arbeit machen – auf ihren Aufgaben, auch mobil.
  2. Basislinie und Soll-Ist-Vergleich: jede Abweichung gegen den zugesagten Plan, nicht gegen den gestrigen Stand.
  3. Termine und Kapazitäten in einer Datenbasis: eine Verschiebung zeigt sofort, welche Abteilung sie trägt.
  4. Projektübergreifende Rechnung: die Wirkung eines Eingriffs auf alle anderen Projekte, bevor er entschieden ist.
  5. Anordnungsbeziehungen und kritischer Pfad: eine Verschiebung läuft durch die abhängigen Vorgänge statt nur einen Balken zu verlängern.
  6. Rollen und Eskalation: wer welche Vorgabe ändern darf, und was sichtbar zur Projektleitung geht.

Lösung

Warum Linetrack die passende Software für die Projektsteuerung ist

Linetrack ist für Industrieprojekte gebaut, in denen sich Abteilungen mehrere Projekte teilen. Drei Dinge machen den Unterschied beim Steuern.

Ist-Stand aus der Arbeit, nicht aus der Runde

Abteilungen pflegen ihren Teil selbst, Mitarbeiter melden auf ihren Aufgaben zurück. Der Plan ist an jedem Tag so aktuell wie die letzte Rückmeldung.

Pattern für Problem-Cards.

Varianten durchgerechnet vor der Entscheidung

Jeder Eingriff wird simuliert, seine Wirkung erscheint im Kapazitätshistogramm der betroffenen Abteilung. Erst die entschiedene Variante geht in den Plan.

Pattern für Problem-Cards.

Ein System für alle Projekte

Termine, Kapazitäten und Lieferanten aller Projekte in einer Datenbasis. Keine Synchronisation zwischen MS Project und Excel.

Pattern für Problem-Cards.

USP 1

Der Ist-Stand kommt aus den Abteilungen

In den meisten Betrieben ist der Plan genau einmal pro Woche aktuell: direkt nach der Statusrunde. Danach sinkt er ab, bis der Projektleiter wieder nachgetippt hat. Gesteuert wird aber an jedem Tag dazwischen.

In Linetrack pflegt jede Abteilung ihren Anteil am Plan selbst, Mitarbeiter melden Fortschritt direkt auf ihren Aufgaben zurück – über das Taskmanagement oder die App. Die Projektleitung sieht den echten Stand, ohne ihn einzusammeln.

Rückmeldung auf der Aufgabe statt Status-Mail

Automatische Erinnerung, wenn eine Rückmeldung fehlt

Feste Stichtage, damit der Trend messbar bleibt

Wie aktuell der Plan im Lauf der Woche ist

Dieselbe Woche, zwei Arten zu steuern. Gemessen wird, wie viel des tatsächlichen Standes zum jeweiligen Zeitpunkt im Plan steht.

Stand aus der StatusrundeRückmeldung aus den Abteilungen

Anteil des tatsächlichen Standes im Plan

  1. MontagMontag: mit Statusrunde 100 %, mit Rückmeldung aus den Abteilungen 100 %.
  2. DienstagDienstag: mit Statusrunde 82 %, mit Rückmeldung aus den Abteilungen 98 %.
  3. MittwochMittwoch: mit Statusrunde 64 %, mit Rückmeldung aus den Abteilungen 97 %.
  4. StatusrundeDonnerstagDonnerstag: mit Statusrunde 100 %, mit Rückmeldung aus den Abteilungen 99 %.
  5. FreitagFreitag: mit Statusrunde 71 %, mit Rückmeldung aus den Abteilungen 98 %.

Mit der Statusrunde ist der Plan nur direkt nach dem Nachtippen aktuell, hier am Montag und Donnerstag. Entschieden wird aber auch dienstags und freitags. Modellverlauf zur Veranschaulichung, keine erhobene Kennzahl.

USP 2

Eingriffe durchrechnen, bevor entschieden wird

Ein Eingriff, der im eigenen Projekt hilft, kann im Nachbarprojekt den Termin kosten. Ohne gemeinsame Datenbasis merkt das niemand, bis es dort zu spät ist.

Linetrack spielt eine Variante als Szenario durch: Verschiebung, Aufstockung oder Tausch laufen durch alle abhängigen Vorgänge, die Wirkung erscheint als Ausschlag im Kapazitätshistogramm jeder betroffenen Abteilung. Die Projektleitung nimmt durchgerechnete Varianten in die Besprechung mit statt Vermutungen. Wie Termine und Kapazitäten dafür verbunden sind, zeigt die Termin- und Kapazitätsplanung.

Szenarioplanung in der Projektsteuerung-Software Linetrack: Variante eines Eingriffs mit Wirkung auf die Kapazität der Abteilungen

USP 3

Abweichungen gegen die Basislinie sehen

Wer nur den aktuellen Plan kennt, sieht nicht, wie weit er sich schon vom zugesagten entfernt hat. Jede kleine Verschiebung wirkt harmlos, bis die Summe den Liefertermin kostet.

Linetrack speichert den zugesagten Plan als Basislinie und stellt den laufenden Stand dagegen, je Vorgang und je Meilenstein. Puffer, Trend und Berührung sind damit ablesbar, statt geschätzt. Die Methode dahinter beschreibt der Soll-Ist-Vergleich.

Soll-Ist-Vergleich gegen die Basislinie in der Software für die Projektsteuerung Linetrack

Vergleich

Projektsteuerung mit Excel und Statusrunde – oder in einem System

Die meisten Industriebetriebe steuern heute mit einer Kombination aus MS Project, Excel-Listen und der wöchentlichen Statusrunde. Für ein einzelnes Projekt reicht das. Sobald sich Abteilungen mehrere Projekte teilen, fehlen der Projektsteuerung die Zahlen, die sie für die Entscheidung braucht. Den ausführlichen Werkzeugvergleich gibt es unter Linetrack vs. MS Project und Linetrack vs. Excel.

Aufgabe der ProjektsteuerungExcel / MS Project / Statusrunde
Ist-Stand erfassen Abfrage und Nachtippen, wöchentlich Rückmeldung auf der Aufgabe, täglich
Abweichung gegen Basislinie Manuell, Basislinie oft überschrieben Basislinie gespeichert, Soll-Ist je Vorgang
Wirkung auf andere Projekte Nicht sichtbar, getrennte Dateien Kapazität aller Projekte in einer Datenbasis
Varianten vergleichen Kopie der Datei, Abgleich per Hand Szenario mit Wirkung im Histogramm
Entscheidung in den Plan Bleibt im Protokoll Entschiedene Variante wird Plan
Eskalation Per Zuruf oder E-Mail Sichtbar an die Projektleitung

Rollen und Eskalation

Wer den Eingriff entscheidet

Ein Eingriff ist eine Entscheidung, und Entscheidungen hängen an Rollen. Die Projektleitung verantwortet Meilensteine, Phasen und die Vorgaben je Abteilung. Der Abteilungsleiter plant innerhalb dieser Vorgaben und löst dort, was sein Bereich hergibt – verschieben kann er die Vorgaben nicht. Mitarbeiter melden Fortschritt zurück und ändern keine Termine.

Was der Abteilungsleiter in seinem Bereich nicht lösen kann, eskaliert zur Projektleitung – sichtbar, nicht als stille Korrektur am eigenen Plan. Die Projektleitung sieht dann, was die Alternativen für die anderen Abteilungen bedeuten, und nimmt die durchgerechneten Varianten in die nächste Besprechung mit.

Projektsteuerung im Dashboard: Gantt-Diagramm und Kapazitätshistogramm als Grundlage für Entscheidungen der Projektleitung

Branchen

Projektsteuerung nach Branche

Die Regeln oben gelten überall. Wo die Engpässe liegen, unterscheidet sich je Branche – dazu jeweils eine eigene Seite.

Projektsteuerung im Maschinen- und Anlagenbau

Lange Laufzeiten, geteilte Konstrukteure und Monteure, Zulieferteile auf dem kritischen Pfad.

Pattern für Problem-Cards.

Projektmanagement im Sondermaschinenbau

Jede Maschine ein Unikat, Konstruktion und Fertigung laufen überlappend.

Pattern für Problem-Cards.

Projektsteuerung in Bau und Infrastruktur

Gewerke, Nachunternehmer und Bauabschnitte in einem Terminplan.

Pattern für Problem-Cards.

Projektsteuerung in der Gebäude-, Energie- und Automatisierungstechnik

Planung, Montage und Inbetriebnahme über viele parallele Baustellen.

Pattern für Problem-Cards.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

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Was ist Projektsteuerung?

Projektsteuerung ist der eingreifende Teil des Projektmanagements. Sie hält einen laufenden Plan gültig: Der Ist-Stand je Vorgang wird gemessen, die Abweichung zum Plan bewertet, und wenn die Bewertung es verlangt, wird an einer der vier Steuergrößen nachgezogen – Termin, Kapazität, Umfang oder Reihenfolge. Ohne den letzten Schritt entsteht ein Bericht, aus dem nichts folgt.

Welche Aufgaben hat die Projektsteuerung?

Fünf: den Ist-Stand erfassen, Abweichungen gegen Puffer und Trend bewerten, die Varianten samt ihrer Wirkung auf die übrigen Projekte durchrechnen, entscheiden und die Entscheidung zurück in den Plan schreiben. Der letzte Schritt wird am häufigsten übersprungen – eine Entscheidung, die nur im Protokoll steht, ändert weder den Plan noch die Kapazitätslage.

Was ist der Unterschied zwischen Projektsteuerung und Projektcontrolling?

Das Projektcontrolling misst und berichtet: Es stellt Plan gegen Ist und zeigt, wo das Projekt steht. Die Projektsteuerung entscheidet, was daraufhin passiert, und greift ein. Controlling liefert die Zahlen, Steuerung das Urteil. In der Praxis liegen beide oft bei derselben Person, die Aufgaben bleiben trotzdem verschieden.

Was ist der Unterschied zwischen Projektsteuerung und Projektmanagement?

Projektmanagement ist die gesamte Disziplin – von der Auftragsklärung über Planung und Steuerung bis zum Abschluss, samt Rollen, Kommunikation und Risiken. Projektsteuerung ist die Teilaufgabe während der Ausführung: Sie greift in ein bereits laufendes Projekt ein.

Welche Steuergrößen kann ein Projektleiter verändern?

Vier: den Termin eines Vorgangs, die zugeteilte Kapazität, den Umfang und die Reihenfolge der Vorgänge. Fertigstellungsgrad, Restaufwand oder Termintreue sind Messgrößen, sie zeigen den Zustand und lassen sich nicht direkt verstellen. Der Umfang kann als einzige der vier Größen nicht intern entschieden werden, weil er die Zusage an den Kunden berührt.

Ab welcher Abweichung sollte man in ein Projekt eingreifen?

Drei Kriterien entscheiden, unabhängig voneinander. Erstens der Puffer: Solange die Abweichung kleiner ist als die Reserve des Vorgangs, wird beobachtet. Zweitens der Trend: Belastbar wird eine Abweichung, sobald zwei aufeinanderfolgende Stichtage in dieselbe Richtung zeigen. Drittens die Berührung: Sobald ein Meilenstein oder ein nachgelagerter Vorgang betroffen ist, wird sofort entschieden. Ein fester Prozentwert taugt nicht als Schwelle.

Welche Software eignet sich für die Projektsteuerung?

Für ein einzelnes Projekt reicht ein Terminplaner wie MS Project. Sobald sich Abteilungen mehrere Projekte teilen, braucht Software für die Projektsteuerung Termine und Kapazitäten aller Projekte in einer Datenbasis, eine Basislinie für den Soll-Ist-Vergleich, Anordnungsbeziehungen und Szenarien, die die Wirkung eines Eingriffs vorher zeigen. Linetrack ist dafür gebaut und im Einsatz bei Industrieunternehmen mit 5 bis über 270 parallelen Projekten. Was eine solche Software darüber hinaus können muss, steht unter Multiprojektmanagement-Software.

Was kostet Software für die Projektsteuerung?

Linetrack startet bei 10 € pro Nutzer und Monat. Das Lizenzmodell ist modular und richtet sich nach Nutzeranzahl, Rollen und gebuchten Funktionsbausteinen.

Wer entscheidet über einen Eingriff – das System oder die Projektleitung?

Die Projektleitung. Linetrack räumt eine Überlastung nicht selbsttätig aus und plant nicht automatisch um. Das System zeigt den Engpass, rechnet die Verschiebung durch die Kette der abhängigen Vorgänge und beziffert, was jede Variante kostet. Der Abteilungsleiter löst innerhalb seiner Vorgaben, was er lösen kann; alles darüber hinaus eskaliert sichtbar zur Projektleitung. Dieselben Zahlen beantwortet der KI-Assistent auf Nachfrage im Chat.

Case Study

Wie Schnaithmann Projekte abteilungsübergreifend steuert

Bei Schnaithmann Maschinenbau arbeiteten die Abteilungen mit eigenen, isolierten Planungslisten, das bisherige Projektmanagementsystem lieferte nicht die nötige Transparenz. Heute laufen Termin- und Ressourcenplanung von der Vertriebsphase bis zum Projekttracking in Linetrack zusammen. Wie das abgelaufen ist, steht in der Case Study zu Schnaithmann.

Weitere Beispiele: MSG Solutions hat sein altes PM-Tool vollständig abgelöst, LANG Technik verfolgt Entwicklungs- und Automatisierungsprojekte automatisiert nach, und InVENTer hat den Aufwand für Erinnerungen und Nachfragen deutlich reduziert.

„Mit Linetrack konnten wir diese Abläufe ablösen und verfügen heute über eine professionelle, abteilungsübergreifende Termin- und Ressourcenplanung – von der Vertriebsphase bis zum Projekttracking.“

Niklas Reitinger

Leiter Projektmanagement

Schnaithmann Maschinenbau GmbH
Schnaithmann
Niklas Reitinger