Anforderungen & Auswahl
Multiprojektmanagement-Software:
was sie wirklich können muss

Kurzfassung
Multiprojektmanagement-Software muss fünf Kernanforderungen erfüllen: Termin- und Kapazitätsplanung über alle parallelen Projekte hinweg, Einbindung der Fachabteilungen in die Planung, Anbindung an ERP- und Zeiterfassungssysteme statt einer weiteren Insellösung, strukturierte Zusammenarbeit mit externen Lieferanten sowie ein stufenweiser Rollout, der in allen Abteilungen ankommt. Funktionsumfang allein ist kein Kriterium – die meisten Systeme bringen Funktionen mit, die nie genutzt werden.
Der Anforderungskatalog
Was Multiprojektmanagement-Software
können muss – und was nicht
Diese Anforderungen stammen nicht aus einem Lastenheft-Generator, sondern aus den Fragen, die projektgetriebene Industrieunternehmen in Erstgesprächen tatsächlich stellen. Fünf Kernanforderungen entscheiden, ob eine Software im Alltag trägt – alles andere ist Funktionskosmetik.
Was Multiprojektmanagement als Planungsansatz für den gesamten Projektbestand bedeutet, erklärt die Grundlagenseite Multiprojektmanagement.
Alle Projekte und ihre Auswirkung auf die Abteilungen abbilden
Die häufigste erste Frage in jedem Erstgespräch. Eine einzelne Projektplanung kann jedes Tool – entscheidend ist die Gesamtsicht: Welche Projekte laufen parallel, und was bedeuten sie zusammen für Konstruktion, Fertigung und Montage? Multiprojektmanagement-Software muss jedes Projekt automatisch in die Abteilungsauslastung übersetzen. Erst dann ist sichtbar, ob ein neuer Auftrag ins Portfolio passt – bevor der Termin zugesagt wird.


Auswirkungen von Verschiebungen und Engpässen zeigen
Pläne veralten – im Projektgeschäft ist die Änderung der Normalfall. Die Software muss beantworten: Was passiert, wenn sich Projekt A um vier Wochen verschiebt? Wo entsteht der Engpass, welche anderen Projekte sind betroffen, welche Alternative ist die beste? Ohne Simulation von Szenarien bleibt jede Reaktion auf Verzug eine Bauchentscheidung im Meeting.


Daten rein ohne doppelte Pflege
Die nüchternste Frage ist oft die entscheidende: Wie kommen die Daten ins System? Wenn Planer Stammdaten, Aufträge und Stunden manuell nachpflegen müssen, stirbt jedes System an der Realität. Die Antwort muss lauten: über Schnittstellen – nicht über Fleiß.


Schnittstellen zur bestehenden Systemlandschaft
ERP, Zeiterfassung, bestehende Planungsdaten: Multiprojektmanagement-Software, die keine Anbindung mitbringt, wird zur nächsten Insel neben den bestehenden. Linetrack bindet an ERP-Systeme wie SAP, proALPHA oder AP+ und Zeiterfassungen wie AIDA, Finkzeit oder OptiTime an – Ist-Stunden und Abwesenheiten fließen automatisch in die Kapazitätsplanung ein.


Einfach genug für alle Key-User
Das unterschätzteste Kriterium – und nach der Einführung fast immer das wichtigste. Zu komplexe Systeme scheitern an der Umsetzbarkeit, zu simple an der Projektkomplexität. Die Software muss von allen Key-Usern bedienbar sein, nicht nur vom PMO: Wer aus Bequemlichkeit an seiner Excel-Liste festhält, erzeugt Redundanzen – und die gemeinsame Datenbasis ist tot, bevor sie lebt.


Grundsatz
Erst der Prozess,dann das Tool
Ein PM-System ist ein Visualisierungs- und Simulationswerkzeug. Es zeigt, was ist, und rechnet vor, was wäre – die Entscheidung, was getan wird, geht immer vom Menschen aus. Deshalb braucht jede Einführung ein Minimum an stehenden Prozessen: Wer plant wann was, und was passiert bei Verzug oder Engpass? Software kann Regeln sichtbar machen und durchsetzen helfen – ersetzen kann sie sie nicht. Und weil Menschen Veränderung selten begrüßen, braucht es an einem Punkt Entscheidungen der Führungsebene: Die gemeinsame Datenbasis funktioniert nur, wenn alle sie nutzen. Das Wohl des Gesamtprozesses steht dann über der Gewohnheit des Einzelnen.
Multiprojektmanagement-Software visualisiert und simuliert – entscheiden muss der Mensch. Wer das umdreht, führt ein Tool ein und wundert sich, dass nichts passiert.
Wie sich Termine und Kapazitäten speziell im Maschinen- und Anlagenbau miteinander verzahnen, zeigt Projektmanagement-Software für den Maschinen- und Anlagenbau.
Die üblichen Verdächtigen
Warum Excel und MS Project
an den fünf Anforderungen scheitern
Die meisten Industrieunternehmen starten nicht bei null – sie kommen von Excel-Listen und MS-Project-Plänen. Beide sind an ihrem Platz brauchbar. An den fünf Kernanforderungen scheitern beide systematisch:
Einen strukturierten Überblick über alle Software-Kategorien liefert der Multiprojektmanagement-Software-Vergleich.
Excel
Flexibel, überall vorhanden, jeder kann es – deshalb entsteht in jeder Abteilung eine eigene Liste. Aber: keine gemeinsame Datenbasis, keine automatische Auswirkung auf Abteilungskapazitäten, keine Simulation von Verschiebungen, keine Schnittstellen. Alles ist nur so aktuell wie die letzte manuelle Pflege. Von über 400 Planungstools, die Linetrack abgelöst hat, war der Großteil Excel-Lösungen – kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelang gewachsener Insellandschaften.


MS Project
Solide Terminplanung für das einzelne Projekt – aber der Plan lebt auf dem Rechner des Projektleiters. Keine projektübergreifende Kapazitätssicht, keine Einbindung der Fachabteilungen, keine Anbindung an ERP oder Zeiterfassung. Verschiebt sich ein Projekt, sieht niemand die Auswirkung auf die anderen. MS Project erfüllt Anforderung eins bis vier nicht – und an Anforderung fünf scheitert es, weil außer dem Projektleiter niemand damit arbeitet.


10 AT
bis zum ersten real
geplanten Projekt
400 +
abgelöste Excel-Listen
und Planungstools
1512 +
parallel gesteuerte
Projekte
50 %
weniger
Statusmeetings
*Werte aus produktiven Linetrack-Implementierungen, Stand August 2026.
Referenzen
Von Excel und Software-Inseln zur gemeinsamen Datenbasis
Welche Funktionen die verbundene Termin- und Kapazitätsplanung im Alltag konkret bereitstellt, zeigt die Produktseite Multiprojektmanagement.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
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Was muss Multiprojektmanagement-Software können?
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Welche Voraussetzungen braucht ein Unternehmen vor der Einführung?
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